Feine Ballade mit dunklem Cello und aufwühlendem Text über emotionale Erschöpfung. Eine poetische Darstellung depressiver Phasen, eingefasst in Post-Rock-Melancholie.
Ich steh auf der Brücke, blick ins Nichts
Der Fluss da unten – ruft ohne Licht
Hab wieder zu viel in mich gegossen
Und das, was war, tief eingeschlossen
Die Tage sind maskiert mit Pflicht
Ich lache, aber innerlich zerbricht
Was keiner sieht: Ich fall seit Jahren
Und lern dabei, es zu verbergen – mit Narben
Ich funktionier – doch ich leb nicht mehr
Trag mein Gesicht wie ein leeres Meer
Ich schweig, ich sink – ich schrei nicht laut
Schwarzlicht leuchtet, wo man nichts mehr schaut
Ich wend mich ab von dem, was bleibt
Von Frau und Kindern, Liebe, Zeit
Ich will sie schützen – doch schneid mich raus
Und bau aus Kälte mein Kartenhaus
Mein Akku leer, mein Blick verglüht
Zu müde, um noch Wut zu spür’n
Hab selbst mein Feuer stillgelegt
Weil nichts mehr in mir wirklich lebt
Und nachts im Rausch, wenn alles fällt
Hat nur das Schwarz noch mit mir gesprochen
Ich hielt mich fest am letzten Licht
Doch manchmal wünschte ich – ich wär gebrochen
Ich stand da, wo kein Schritt mehr war
Ein Leben weit weg – und doch so nah
Ich wollt nicht sterben – nur nicht mehr sein
Ein stummer Ruf ins Niemalssein
Ich funktionier – doch ich leb nicht mehr
Trag mein Gesicht wie ein leeres Meer
Ich schweig, ich sink – ich schrei nicht laut
Schwarzlicht leuchtet, wo man nichts mehr schaut
Vielleicht war’s gut, dass nichts geschah
Doch etwas in mir – blieb für immer da
Ein Cello weint – so still, so klar
Für das, was ich fast nie war