Ein kraftvoller Seelenrap über Scheitern, Selbstakzeptanz und Reife. Ein Manifest des Menschseins, roh, ehrlich, poetisch.
Ich dacht zu lang, ich muss mehr sein
Mehr glänzen, mehr tragen, mehr schein’n
Hab Fehler vermieden wie Dunkel das Licht
Doch heut weiß ich – so lebt man nicht
Ich hab gebrannt, bis nichts mehr brennt
Mit vierzig geglaubt, dass man mich verpennt
Karriere wie Rüstung, Gefühle vergraben
Doch nachts in der Stille – konnt ich mich nicht tragen
Hab gelernt: Verlust ist kein Fehler
Ein Nein zu mir – oft mein bester Lehrer
Nicht jeder Traum ist meiner allein
Und nicht jeder Sieg fühlt sich ehrlich an, nein
Ich hab gezögert, geschwiegen, gezweifelt
Trotzdem mein Herz auf Papier gesteichelt
Bin oft gefallen – doch ich geh
Wege entstehen beim ersten Geh
Ich bin nicht perfekt – doch endlich echt
Hab gelernt zu bleiben, wenn alles zerbricht
Ich renn nicht mehr – ich steh, ich atme
Ich bin kein Plan – ich bin die Frage
Ich schau zurück – doch nicht mit Groll
Was wehgetan hat, war manchmal Gold
Ich hab verziehn – auch, wer mich geprägt
Denn was ich halte, ist das, was bewegt
Ich trag mein Päckchen – doch trag es leicht
Fall ich mal – fall ich weich
Bin ruhiger geworden, klarer im Blick
Ich muss nicht mehr – ich darf zurück
Ich mach Fehler – aber steh dafür ein
Denn Stärke heißt auch: verletzlich sein
Manche Narben sind Türen
Manche Tränen sind Saat
Was uns bricht, bringt uns näher
Zu dem, was in uns wartet
Ich bin nicht perfekt – doch endlich echt
Hab gelernt zu bleiben, wenn alles zerbricht
Ich renn nicht mehr – ich steh, ich atme
Ich bin kein Plan – ich bin die Frage
Und manchmal reicht das schon.